Tim Greiner Mai

Kandidat für den Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf

Tim Greiner Mai

Mein Leben und meine Familie

Ich bin Tim Greiner Mai, 49 Jahre alt, und lebe mit meiner Lebensgefährtin und meiner Tochter in Düsseldorf-Flingern – der Heimat unserer Fortuna.

Meine Arbeit

Ich arbeite bei der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen.

Diese Erfahrung hilft mir, transparent und strukturiert zu arbeiten, vertrauliche Informationen richtig einzuordnen und Verantwortlichkeiten klar zu benennen.

Meine Daten zur Fortuna

  • Fortuna-Mitglied seit über 28 Jahren
  • Gründungsmitglied der Lost Boyz Flingern ’99
  • Gründungsmitglied des Supporters Club Düsseldorf 2003
  • Dauerkarte im Stehplatzblock 41
  • Seit sechs Jahren Mitglied des Aufsichtsrats von Fortuna Düsseldorf

Meine Arbeit im Aufsichtsrat

Seit sechs Jahren gehöre ich dem Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf an. Ich kenne die Arbeit des Gremiums, seine Möglichkeiten – und die Stellen, an denen sich etwas ändern muss. Die vergangene Saison hat das schmerzhaft deutlich gemacht: Der Aufsichtsrat muss bei Kontrolle, Zusammenarbeit und Kommunikation verlässlicher werden.

Der Abstieg und seine Folgen treffen mich sehr, besonders der Verlust von Arbeitsplätzen im Verein. Deshalb hinterfrage ich auch meine eigene Arbeit kritisch. Ich habe Fehler gemacht und hätte an manchen Stellen deutlicher und beharrlicher nachfragen müssen. Dafür übernehme ich Verantwortung.

Meine Positionen und Bedenken habe ich intern regelmäßig eingebracht, nicht immer mit Erfolg, denn Entscheidungen trifft das Gremium als Ganzes. Außerhalb der Sitzungen war ich bei Heim- und Auswärtsspielen ansprechbar, und viele Mitglieder und Fans haben das genutzt. Ich habe zugehört, Anliegen aufgenommen und Fragen so offen beantwortet, wie es die Vertraulichkeit zuließ.

Doch persönliche Ansprechbarkeit ersetzt keine verlässliche Kommunikation des Aufsichtsrats. Mitglieder müssen nachvollziehen können, womit sich das Gremium beschäftigt und welche Ziele es verfolgt. Nach der Wahl braucht es deshalb feste Zuständigkeiten, offene Diskussionen und eine abgestimmte Kommunikation nach außen. Vertrauliches muss geschützt bleiben, darf aber kein pauschaler Grund sein, nicht zu informieren.

Ich kandidiere, weil ich diese Veränderungen mitgestalten will: mit konsequenter Kontrolle des Vorstands, klaren Verantwortlichkeiten und einem Aufsichtsrat, der den Menschen im Verein zuhört.

Zur Klarstellung: Personalausschuss

In der Bild-Zeitung wurde ich als Mitglied des Personalausschusses bezeichnet. Das trifft nicht zu. Nach der letzten Wahl 2023 und der Verlängerung der bisherigen Aufsichtsratsführung bin ich aus dem Personalausschuss zurückgetreten.

Meine Ziele

Ein Aufsichtsrat mit Nähe und Verantwortung

Ein guter Aufsichtsrat braucht Fachkompetenz und professionelle Kontrolle, aber auch Menschen, die Fortuna, seine Fans und seine Geschichte kennen. Beides bringe ich mit: Beruflich arbeite ich bei der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW, täglich mit vertraulichen Informationen und klaren Verantwortlichkeiten. Und seit über 30 Jahren bin ich bei Heim- und Auswärtsspielen dabei, mit engen Kontakten in die Fanszene und im regelmäßigen Austausch mit Mitgliedern.

Ich stehe für einen Aufsichtsrat, der den Vorstand wirksam überwacht, offen kommuniziert und die Perspektiven von Fans, Mitgliedern und Mitarbeitenden ernst nimmt.

Dabei ist der Aufsichtsrat kein zweiter Vorstand. Er berät, prüft wichtige Entscheidungen und wahrt die Interessen von Verein, Mitgliedern und Mitarbeitenden. Kaderplanung, operative Personalfragen und das Tagesgeschäft sind Sache des Vorstands. Kritische Fragen sind jedoch keine Einmischung, sondern Pflicht des Aufsichtsrats.

Im Austausch mit Fans und Mitgliedern

„Fortuna für alle“ begleite ich weiterhin kritisch: Die bisherige Bewertung anhand von Zahlen allein greift zu kurz – entscheidend ist, ob das Projekt mit Leben gefüllt wird. Die Bemühungen um eine selbstverwaltete Kurve bei den Freispielen habe ich aktiv unterstützt. Gemeinsam mit Supporters Club, Arbeitskreis Fanarbeit und Fanszene habe ich mich für eine Lösung eingesetzt, mit der alle Beteiligten arbeiten können.

Tim Greiner Mai mit Kind im Stadion

Über die Jahre habe ich viele Kontakte in die Fanszene aufgebaut. Mitglied der Ultras Düsseldorf bin ich nicht. Gerade deshalb kann ich mit unterschiedlichen Gruppen sprechen und dazu beitragen, dass verschiedene Sichtweisen Gehör finden. An Gesprächen mit der Fanszene habe ich als Aufsichtsratsmitglied teilgenommen, zu vielen auf Einladung der Fanbetreuung.

Mir ist wichtig, dass dieser Austausch auch in schwierigen Zeiten möglich bleibt. Nicht jedes Gespräch war einfach, und nicht jede Erwartung konnte ich erfüllen. Aber ich habe Anliegen ernst genommen und in den Aufsichtsrat getragen. Diesen Weg will ich fortsetzen.

Meine Dauerkarte habe ich in Block 41, seit die Stehplätze auf die Südtribüne umgezogen sind. Bei Heimspielen der Profis finden Sie mich vor und nach dem Spiel hinter Block 42. Sprechen Sie mich gern an.

Nachwuchs, Frauenfußball und Satzung

Ich besuche regelmäßig die Spiele unserer Nachwuchsteams und habe die Gründung der Frauen- und Mädchenteams aktiv unterstützt. Die Förderung der Fortuna-Frauen und unserer Jugend ist mir ein persönliches Anliegen. Sie treffen mich im Nachwuchsleistungszentrum genauso wie bei Auswärtsspielen.

Für die sportliche Zukunft braucht Fortuna echte Durchlässigkeit zwischen Profis, U23 und U19 und mehr Nähe zwischen den Teams. Und es braucht verbindliche Grundsätze, welcher Anteil von Transfererlösen ins Nachwuchsleistungszentrum fließt. Darauf will ich als Aufsichtsrat bei Strategie und Budget achten. Sportliche Ambitionen dürfen nicht durch kurzfristige Ausgaben erkauft werden.

Engagement für den Verein

Schon vor meiner Zeit im Aufsichtsrat habe ich mich im Verein eingebracht, zum Beispiel mit einem Antrag an die Jahreshauptversammlung, dass Fortuna in den Vereinsfarben spielt. Ebenso habe ich mich für einen kritischen Umgang mit Konstrukten wie RB Leipzig eingesetzt (Anträge 2014). Heute engagiere ich mich für die Weiterentwicklung unserer Vereinssatzung. Die Satzung muss an die heutigen Anforderungen angepasst werden.

Mitglieder, Transparenz und Rechenschaft

Fortuna gehört seinen Mitgliedern. Sie tragen den Verein, und sie haben ein Recht darauf, bei wichtigen Entscheidungen frühzeitig und verständlich informiert und echt beteiligt zu werden.

Der Aufsichtsrat ist den Mitgliedern Rechenschaft schuldig. Vertrauliche Inhalte müssen vertraulich bleiben, die Arbeit des Gremiums jedoch nicht. Mitglieder sollen wissen, mit welchen Themen sich der Aufsichtsrat befasst, wer an Sitzungen teilnimmt und warum Entscheidungen so getroffen wurden.

Ich will, dass Mitglieder nach meiner Amtszeit sagen können: Wir wussten, woran der Aufsichtsrat gearbeitet hat. Unsere Fragen wurden beantwortet. Die Finanzen sind solide, und Entscheidungen wurden nachvollziehbar begründet. Daran will ich mich messen lassen – nicht an Worten, sondern an Ergebnissen.

Fortuna bleibt mitgliedergeführt

Nach dem Abstieg wird erneut über eine mögliche Ausgliederung diskutiert. Meine Haltung dazu ist eindeutig: Fortuna ist und bleibt ein mitgliedergeführter Verein. 50+1 ist nicht verhandelbar. Bei Fortuna bleiben es 100 Prozent.

Fortuna braucht einen Aufsichtsrat, der kritisch nachfragt, Prioritäten setzt und die Interessen der Mitglieder vertritt. Dafür stehe ich – mit sechs Jahren Erfahrung im Gremium, Nähe zur Fanszene und einem festen Bekenntnis zu unserem Verein.

Dafür bitte ich um Ihre Stimme.

Mitgliedsausweis

Aufsichtsratswahl

Die Aufsichtsratswahl findet im Rahmen der Mitgliederversammlung von Fortuna Düsseldorf am Sonntag, 15. November 2026, statt.

Bildnachweise: Profilbilder: Max Brugger · Stadion mit Kind: privat